Honorar

Grundlage des Sachverständigenhonorars

Das Honorar des privat beauftragten Sachverständigen kann grundsätzlich individuell vereinbart werden. Üblich ist es, die Grundkosten für ein Wertgutachten pauschal anhand einer Honorarliste festzulegen. Besondere Leistungen und sogenannte Schwierigkeiten werden je nach Arbeitsaufwand und Schwierigkeitsgrad in der Regel gesondert vergütet.

Die Grundhonorare für ein Verkehrswertgutachten oder eine schriftliche Marktwerteinschätzung gelten auf Basis des Immobilienwertes vor Berücksichtigung besonderer objektspezifischer Grundstücksmerkmale. Als solche gelten z.B. Abschläge für Instandsetzungen oder Bauschäden, Wertminderung durch Rechte und Belastungen oder aber auch Zuschläge für z.B. Mehrmieten.

Besondere Leistungen und Schwierigkeiten

Weitere Kosten entstehen gegebenenfalls durch besonderen Recherche- und Auswertungsaufwand wie z.B. gesonderte Einsichtnahme in das Bauaktenarchiv, zwei Wertermittlungsstichtage, besondere Prüfung der baurechtlichen Gegebenheiten im unbeplanten Bereich, Berücksichtigung von sogenannten Schwierigkeiten wie Rechte und Belastungen oder vollständige Neuausmessung des Bewertungsobjekts.

Das in Rechnung gestellte Gesamthonorar richtet somit auch nach Schwierigkeitsgrad bzw. Aufwand des Einzelfalls.

Sonderfachleute

Gegebenenfalls sind Sonderfachleute wie z.B. Bauschadenssachverständige einzubeziehen (bei erheblichen Feuchtigkeitsschäden im Kellergeschoss, Schimmelpilzbefall, Beurteilung der Statik bei ausgeprägter Rissbildung im Mauerwerk). Sonderfachleute sind nicht zwingend zu beauftragen und die Entscheidung verbleibt beim Auftraggeber.

 

Das Grundhonorar gilt für die reine Gutachtenerstellung bei Vorliegen aller notwendigen Unterlagen und Informationen ohne Berücksichtigung besonderer Leistungen. Der Umfang der Beauftragung in Abhängigkeit von dem Gutachtenzweck und bereits vorhandene Unterlagen sind daher mitbestimmend für die aufwandsabhängige Vergütung.