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Zweiteilung trotz Immobilienboom

Mediapark Köln

Mediapark, Köln

Wie u.a. das Bundesinstitut für Bau-, Raum-, und Stadtforschung 2013 festgestellt hat, haben sich die Wohnungsmieten bundesweit moderat entwickelt, was z.B. auch der Immobilienverband IVD bestätigt. Gleiches gilt für die Kaufpreisentwicklung von Wohnimmobilien.

Der „Immobilienboom“ findet letztlich recht begrenzt im Bereich der Ballungsräume und Universitätsstädte wie z.B. Köln statt. Die Finanzkrise führte zu einer Flucht in Sachwerte, so dass vermehrt Käufer und Investoren aus dem Ausland den  deutschen Immobilienmarkt für sich entdeckt haben, welcher als stabil gilt.

Wie „Die Welt“ jüngst berichtete, zeigen aktuellen Zahlen für Wohnungsbaugenehmigungen den fünften Anstieg in Folge, mit zuletzt über 20%. Diese Tendenz könnte anhalten, sofern der Wohnungsneubau wie angekündigt von der Mietpreisbremse ausgenommen wird.

Auf der anderen Seite sind die strukturschwachen Städte und Regionen in einer Abwärtsentwicklung begriffen. Eigenheimbesitzer sind in ländlichen Gebieten zunehmend mit Werteverlusten konfrontiert und es ist ein größerer Leerstand von Wohnungen zu verzeichnen. Allgemeine Marktbeobachtungen und – auswertungen deuten an, was generell zu erwarten ist, können aber auf spezifischen Teilmärkten und auf Stadtteilebene auch zu Fehlurteilen führen.

Die Immobilienwertermittlung als zeitpunktbezogene Verkehrswertermittlung kann sich Prognosen und Marktentwicklungen nicht  verschließen und muss diese integrieren. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, weil jede Immobilie individuelle Eigenschaften bzw. Wertmerkmale besitzt, welche unabhängig von allgemeinen Tendenzen zu würdigen sind…. allen Prognosen und Statistiken zum Trotz.

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